Marketingplan

Der Marketingplan – 5 Gründe, warum er wichtig ist!

Bei einem Marketingplan handelt es sich um ein ausgearbeitetes, schriftliches Dokument, indem ein Unternehmen Handlungsinstrumente für die Praxis festsetzt. Dieser beinhaltet eine Analyse der derzeitigen Marktsituation, die verfolgten Ziele des Unternehmens, sowie Marketinginstrumente und Strategien, um Produkte erfolgreich abzusetzen.

Gerade für Existenzgründer ist der Marketingplan eine gute Möglichkeit, um sich mit Gesamtmarkt auseinanderzusetzen und auf Grundlage des Plans einen Businessplan zu erstellen.

Aufbau des Marketingplans

Bei der Ausarbeitung des Marketingplans sollten alle Mitwirkenden bei der Existenzgründung in den Prozess mit einbezogen werden. So kann sichergestellt werden, dass der Plan für jeden verständlich ist und alle Handlungskompetenzen zielorientiert verteilt werden. Es handelt sich um ein Schriftstück, das für das ganze Unternehmen Maßnahmen für die Praxis festsetzt. Aus dem Grund ist wichtig, dass jeder seine Kompetenzen versteht und sie gezielt umsetzen kann. Der Marketingplan besteht dabei aus folgenden Punkten:

1. Strategische Analyse

Am Anfang steht die strategische Analyse. Darunter versteht man die Erforschung des Gesamtmarktes, die Kunden- und die Wettbewerbsuntersuchung. Bei der Marktanalyse schaut man sich auf der einen Seite das Marktpotenzial an und auf der anderen Seite auch das Marktvolumen. Das Marktpotenzial beschreibt dabei die Größe der Branche, sowie der zukünftige Bedarf an Produkten in Mengen- und Umsatzzahlen. Bei dem Marktvolumen wird die tatsächliche abgesetzte Menge zu Marktpreisen angeschaut. Es werden die Marktanteile der wichtigsten Anbieter analysiert und eine Prognose darüber abgegeben, wie sich das Marktwachstum entwickelt.

2. Unternehmensziele festlegen

Als nächsten Werden die Ziele des Unternehmens festgelegt. Dabei gibt es auf der einen Seite rein ökonomische Ziele, die sich wiederum in monetäre und nicht-monetäre Ziele unterteilen lassen. Und auf der anderen Seite gibt es ethnisch-soziale und ökologische Ziele, die ein Unternehmen verfolgen kann. Zu den ökonomisch-monetären Zielen gehören Umsatz- und Gewinnsteigerung. Dagegen gehören zu den ökomisch-nicht-monetären Zielen das Image, das Prestige oder auch der Marktanteil. Unter ethnisch-sozialen Zielen versteht man das Betriebsklima und die Mitarbeiterzufriedenheit. Ökologische Ziele meinen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt.

Ebenso werden in diesem Schritt auch das Unternehmensleitbild, die strategischen, sowie die operativen Ziele festgelegt. Das Unternehmensleitbild meint dabei die Mission, die das Unternehmen verfolgt und wird über Jahrzehnte bestimmt. Strategische Ziele werden für 5 bis 10 Jahre festgelegt. Operative Ziele beschreiben dagegen die konkrete Umsetzung von Maßnahmen und werden von Aufgabe zu Aufgaben neu formuliert.

3. Handlungsmaßnahmen zur Zielerreichung

Wenn die Ziele feststehen, ist es an der Zeit, um über die praktische Umsetzung nachzudenken. Hierzu werden Strategien festgelegt, um vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand zu gelangen. Dafür werden Wettbewerbs-, Positionierungs-, Portfolio- und Investitionsstrategien definiert. Wettbewerbsvorteile kann man erzielen, wenn man sich auf die Qualität und Service konzentriert. Aber auch eine Preisführerschaft und eine Spezialisierung können Vorteile gegenüber Konkurrenten liefern. Bei der Positionierung kommt es darauf an, dass man dem Kunden die Vorteile des eigenen Produktes bewusst macht. Das Produkt sollte daher für den Kunden attraktiver sein als das der Wettbewerber. Unter Portfolio- und Investitionsstrategien versteht man geeignet Marketingmaßnahmen, um das Produkt erfolgreich in der Zielgruppe abzusetzen. Ein wichtiges Stichwort ist hier der Marketing-Mix.

4. Budget für den Marketing-Mix festlegen

Die Umsetzung von Marketingmaßnahmen erfordert auf der einen Seite personelle Ressourcen, aber auf der anderen Seite auch finanzielle Mittel. Marketingkampagnen über soziale Medien, über Printmedien oder Plakatwerbung erfordern den Einsatz von Personal für die Planung und Geld zur Umsetzung. Aus dem Grund wird in diesem Schritt festgestellt, wie das Budget auf den Marketing-Mix aufgeteilt wird. Der Marketing-Mix umfasst dabei die Produkt-, Preis-, Kommunikations- und die Distributionspolitik des Unternehmens.

5. Erfolgskontrolle

Man kann in der Praxis sehr viele Möglichkeiten zur Zielerreichung umsetzen. Doch nicht immer sind alle Mittel die geeignetsten. So kann Marketing über Influencer und den sozialen Medien erfolgreicher sein als Werbung in der Zeitung. Aus dem Grund ist es wichtig den Erfolg von Kampagnen zu Messen und notfalls Handlungen anzupassen. Man spricht hier auch vom Return-of-Investment, kurz ROI. Diese Kennzahl ist besonders wichtig, um auch zukünftig eine Aussage über Werbemaßnahmen zu treffen. Den Erfolg von Werbekampagnen kann man überprüfen, indem man wichtige Zahlen analysiert. Man kann Website-Statistiken oder Facebook-Beiträge über Wochen beobachten und Rückschlüsse ziehen. Aber auch den Neukundenzugang, die Kundenbindung und Verkaufszahlen lassen sich hierfür heranziehen.

Die Vorteile eines Marketingplans für Existenzgründer

Hat man sich für die Selbstständigkeit entschieden und das geeignete Produkt für sich entdeckt, neigt man zu blindem Aktionismus. Das bedeutet, dass man einfach so für sein Produkt Werbung macht, ohne zu wissen, wo man eigentlich hin möchte. Hauptsache der Umsatz steigt. Um dies zu verhindern ist der Marketingplan sinnvoll. Man hat eine Zielsetzung, kennt den Markt, das Produkt und kann Maßnahmen gezielt steuern. So wird die Selbstständigkeit langfristig zu einem Erfolg. Aber auch wenn man die Existenzgründung mit mehreren Personen durchführt, ist der Marketingplan sinnvoll. So wissen alle Beteiligten das Ziel des Unternehmens und ihre Handlungskompetenzen. Dies führt zu einer besseren Absprache untereinander und zur langfristigen Zielerreichung. Aber auch für den Businessplan ist dieser Schritt eine gute Grundlage.